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| Inselort mit flair | |||||||||||||||||
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Jahrzehnte früher als auf den übrigen Teilen der Insel erwirkte ein Pastor bei der schwedischen Regierung, daß diese Fom der Ausbeutung ein Ende nahm. Nahe bei Gingst liegt die Insel Ummanz, die kleine Schwester Rügens. Mit rund 20 Quadratkilometern Fläche ist sie die viertgrößte Insel Mecklenburg-Vorpommerns und gehörte bis 1945 zum Besitz des Klosters Zum Heiligen Geist in Stralsund. Leibeigenschaft auf R ügen Berichte, wonach die Bauern des Mittelalters freie Mensche gewesen seien, sind aus heutiger Sicht mit Vorbehalt aufzunehmen. Eine Abhängigkeit der bäuerlichen Siedler vom grundbesitzenden Adel bzw. von der Kirche bestand wohl auch zu jener Zeit, und Abgaben und "Dienste" am Hofe waren die Regel. Die Belastungen der Bauern hielten sich bis zum 14. Jahrhundert aber in solchen Grenzen, daß sie erträglich schienen. Der direkte Ausgangspunkt für die spätere Entrechtung und Unterdrückung läßt sich schwer nachvollziehen. Jedoch muß festgestellt werden, daß die bauernfeindlichen Vorgänge bereits im Mittelalter durch die Verlagerung von Hoheitsrechten erheblich gefördert wurden. Der grundbesitzende Adel nutzte die fürstlichen Finanznöte, um Privilegien für sich herauszuschlagen. Die Übertragung der vollen Gerichtsbarkeit auf die sogenannte Ritterschaft wirkte sich für die Freiheit der Bauern besonders nachteilig aus.Sie gab dem Adel die Möglichkeit, seine "Untertanen" nach Belieben zu behandeln. Die kaum lösbare Bindung an die Scholle, Verrichtung von Diensten und das Erbringen von Abgaben konnten mit Polizeigewalt erzwungen werden. |
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